Der Kernphysiker Alvin Weinberg (1915-2006) entwickelte Thorium-Flüssigsalzreaktoren, die sicheren Reaktoren der Zukunft ohne Explosionsgefahr und große Entsorgungsprobleme.
Das schwarze Mineral Thorium wurde in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Norwegen entdeckt. Es kommt auf der ganzen Erde in großen Mengen vor. Bei der Förderung von Seltenen Erden, die z.B. für Windturbinen benötigt werden, fällt das Abfallprodukt Thorium an. In Frankreich sind es derzeit bereits 10.000 t, die 100 Jahre für die dortige Energieversorgung ausreichen würden.

Thorium kann in Uran 233 umgewandelt werden, welches sich nicht zur Herstellung von Atombomben eignet. Aus diesem Grund wurde der von Alvin Weinberg 1945 entwickelte Thorium-Flüssigsalzreaktor nicht gebaut und von der Nuklearindustrie totgeschwiegen. Stattdessen setzte die Nuklearlobby auf die gefährliche Variante, die Druckwasserreaktoren.
Während diese im Notfall die Gefahr bergen zu explodieren oder bei einem Leck radioaktives Material freisetzen, kann das Flüssigsalz nach unten in einen Behälter abgelassen werden. Bei nachlassender Temperatur wird das Salz fest.
Bei einem Leck wird keine Strahlung frei, und das feste Salz bleibt sicher im Inneren gefangen.
Bereits in den 70er Jahren wurde in Shanghai aufgrund eines Kohlemangels ein Thorium-Flüssigsalzreaktor entwickelt und für etliche Jahre erfolgreich betrieben. Da den Chinesen jedoch die erforderliche Technologie, die allerdings von Herrn Weinberg gelöst war, zu denen die Chinesen jedoch keinen Zugang hatten, fehlte, stiegen sie wieder auf Kohle um.
Durch die großen Umweltprobleme in China wollen die Shanghaier Forscher jetzt wieder einen Thorium-Flüssigsalzreaktor bauen.
Auch in der Schweiz forscht man an diesem Reaktor und sucht Sponsoren, um das Projekt voranzubringen.
Im japanischen Hokkaido will man ebenfalls auf Thorium setzen, um die Energie für Gewächshäuser und das Beheizen der Felder einzusetzen.

Der Thorium-Flüssigsalzreaktor ist die sichere Energieversorgung der Zukunft, bei der keine großen Mengen an Atommüll anfallen.
Thorium gibt es überall auf der Welt, und somit keine Verteilungskämpfe. Die Forschung und Entwicklung dieser alternativen Energiequelle sollte unverzüglich aufgenommen werden, um für künftige Generationen eine sichere und kostengünstige Energieversorgung zu gewährleisten.

Diese Dokumentaion von Miriam Tonelotto, die am 20.9.2016 von ARTE ausgestrahlt wurde, kann über Google ARTE Dokumentation Thorium Atomkraft ohne Risiko auf  You Tube im Internet angesehen werden.

( Die kurze Zusammenfassung dieses Filmbeitrages wurde erstellt von Frau Doris Lechner )

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